Veranstaltungshinsweis: Symposium KI und Digitalisierung des Kölner Anwaltvereins
Der 16. Kölner Anwaltstag widmete sich bereits dem Thema „KI als Werkzeug – der Mensch im Fokus“, und auch eine weitere Fachveranstaltung befasste sich jüngst mit Künstlicher Intelligenz und Digitalisierung in der Justiz. Nun folgt eine vertiefende Auseinandersetzung, an der auch Prof. Spiecker teilnehmen wird und auf die wir Sie als externen Veranstaltungshinweis aufmerksam machen möchten.
Im Mittelpunkt stehen Fragen wie: Welche Auswirkungen werden Digitalisierung und insbesondere Künstliche Intelligenz auf das Justizsystem im Gerichtssaal und auf justizielle Verfahren haben? Werden rechtliche Verfahren und Entscheidungen automatisiert – und welche Fehlerquoten wären für den Rechtsfrieden tolerabel? Wird der Zugang zum Recht vereinfacht oder das subjektive Recht auf begründete Einzelentscheidungen eingeschränkt? Welche Rolle bleibt der klassischen Rechtsanwendung, und droht ein „Abgehängt-werden“, wenn keine gemeinsamen Standards und Datenpools geschaffen werden? Schließlich stellt sich auch die Frage, was hiervon bereits heute Realität ist.
Diese Aspekte sollen in Kooperation mit dem Ausschuss Informationstechnologierecht des Kölner Anwaltvereins gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Gerichte, der Staatsanwaltschaft und der Wissenschaft erörtert werden, wobei auch Prof. Spiecker beteiligt sein wird. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf rechtspolitischen Fragestellungen, die die digitale Transformation mit sich bringt.
Die Veranstaltung beginnt nächste Woche Donnerstag, 26. Februar 2026 im Plenarsaal des Oberlandesgerichts Köln (1. Etage) um 17:30 Uhr mit einem Grußwort des Präsidenten des OLG Köln Dr. Scheiff.
Zur Anmeldung geht es hier (Anmeldeschluss: 20.02.2026 um 23:59 Uhr ).
Einladung: "TransferTalks" an der UzK
Mit den TransferTalks bietet das Transferbüro ein neues Format an, in dem sich Wissenschaftler*innen zu Transferthemen austauschen, vernetzen und von Best-Practices lernen können!
Der erste TransferTalk findet am 22. April 2026 um 12:00 Uhr im Tagungsraum des Seminargebäudes statt. Er gibt einen praxisnahen Einblick in die Do’s & Don’ts der Zusammenarbeit mit Unternehmen
Es erwarten Sie Kurzimpulse von:
Prorektor Prof. Dr. Werner Reinartz: „Akquisition und Management von Projekten mit Unternehmen: eine BWL-Perspektive“ Prof. Dr. Matthias Heinz: „Forschung in und mit Unternehmen – eine Toolbox“ Prof. Dr. Indra Spiecker gen. Döhmann, LL.M. (Georgetown Univ.): „Von Konflikten und Vertrauen - Interdisziplinäre Projektarbeit, insbesondere mit Jurist*innen“
Alle Infos zum Programm und das Anmelde-Formular finden Sie hier.
Einladung: "Künstliche Intelligenz realistisch betrachtet - Weg von der bloßen „Spielwiese“, hin zu echter Wertschöpfung und messbarem Geschäftsnutzen"
Die Finnisch-Deutsche Handelsgilde NRW lädt am 05.03.2026 ab 17:30 Uhr ins AI Village in Hürth ein. Unter dem Motto “Künstliche Intelligenz - Weg von der bloßen „Spielwiese“, hin zu echter Wertschöpfung und messbarem Geschäftsnutzen” werden verschiedene Experten, darunter auch Prof. Spiecker, einen interdisziplinären Blick auf das Thema Künstliche Intelligenz werfen.
Weitere Informationen zur Veranstaltung und zu den Vortragenden finden Sie hier.
Zeit-Artikel zu Alterskontrollregelungen für Pornografieplattformen
Im Rahmen eines aktuellen Zeit-Artikels zu den neuen Alterskontrollregelungen für Pornografieplattformen in Großbritannien wurde Julian Hunter, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl, als Experte dazu befragt, ob und in welchem Umfang effektive Alterskontrollregelungen auch in Deutschland umsetzbar wären und welche Rolle das EU-Recht dabei spielt.
Veröffentlichung: Erklärbarkeit von KI‑Systemen unter der KI‑Verordnung — Vorgaben der KI‑VO für Hochrisiko-KI‑Systeme im Lichte aktueller Erklärverfahren aus dem Feld der Explainable AI (XAI)
Andreas Ebert, ehemaliger wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl, hat einen Beitrag in der Computer und Recht (CR) veröffentlicht:
Becker/Birnstill/Ebert, Erklärbarkeit von KI-Systemen unter der KI-Verordnung – Vorgaben der KI-VO für Hochrisiko-KI-Systeme im Lichte aktueller Erklärverfahren aus dem Feld der Explainable AI (XAI), CR 2025, S. 701-708
Der Artikel untersucht die Rolle von Verfahren der „Explainable AI“ (XAI) im Rahmen der Europäischen KI-Verordnung, insbesondere im Hinblick auf Anforderungen an Hochrisiko-KI-Systeme. Ausgewählte XAI-Methoden werden anhand eines Beispiels dargestellt, um deren Potenzial zur Erklärung genereller Modelllogiken und individueller Entscheidungen aufzuzeigen. Im Anschluss wird analysiert, in welchem Umfang diese Methoden zur Umsetzung der in der KI-Verordnung vorgesehenen Transparenzpflichten beitragen können.
Leopoldina Lunchtalk (Webinar): Digitale Verantwortung – Wie gestalten wir soziale Medien für junge Menschen?
Grafik: Leopoldina
Soziale Medien sind für Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren zentrale Räume für Kommunikation, Kreativität und gesellschaftliche Teilhabe. Zugleich bergen sie ein hohes Suchtpotenzial und erhebliche Risiken für die psychische Gesundheit. DasLeopoldina-Diskussionspapier „Soziale Medien und die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen“ (2025) empfiehlt daher, die Rahmenbedingungen für eine sichere und selbstbestimmte Nutzung durch Jugendliche neu zu gestalten. Auch die Bundespolitik hat den Handlungsbedarf im Bereich Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt erkannt. Eine unabhängige Expertenkommission hat kürzlich zu diesem Themenkomplex ihre Arbeit aufgenommen.
Ziel des Lunchtalks ist es, die wissenschaftlichen Empfehlungen der Leopoldina mit politischen und praktischen Perspektiven zu verknüpfen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Schutz und Teilhabe für Jugendliche in sozialen Medien gemeinsam gedacht und umgesetzt werden können – durch kluge Regulierung und geteilte Verantwortung.
Moderiert wird die Veranstaltung von Prof. Dr. Indra Spiecker gen. Döhmann, Co-Autorin des Diskussionspapiers.
Datum: Donnerstag, 11. Dezember 2025
Uhrzeit: 12:30 bis 13:30
Die Veranstaltung findet via Zoom statt. Zur Anmeldung geht es hier.
Veranstaltung: ESYS Deep Dive - Strombedarf von Rechenzentren in Deutschland – quo vadis?
Fortschreitende Digitalisierung, Cloud-Dienste und künstliche Intelligenz: Rechenzentren und die zugehörige Hard- und Software sind das Rückgrat unserer digitalen Infrastruktur und zugleich ein wachsender Einflussfaktor im Energiesystem.
Derzeit gibt es in Deutschland etwa 2.000 Rechenzentren – Tendenz steigend, sowohl national als auch international. Das hat Folgen insbesondere für den Strombedarf: Schon heute entfallen rund 20 TWh oder 4 Prozent des Bruttostromverbrauchs in Deutschland auf Rechenzentren und bis 2045 könnte der Anteil –bei gleichbleibendem Wachstum – auf etwa 80 TWh wachsen.
Hinzukommen weitere Herausforderungen wie regionale Engpässe bei der Netzanbindung oder regulatorische Anforderungen, beispielsweise eine nachhaltige Stromversorgung – bilanziell 100 % mit Strom aus Erneuerbaren Energien laut Energieeffizienzgesetz (EnEfG) für Rechenzentren.
Im ESYS-Deep Dive gehen Fachleute diesen Fragen nach:
Stand und Entwicklung von Rechenzentren, Möglichkeiten für eine nachhaltige und kosteneffiziente Stromversorgung und Regulatorische Rahmenbedingungen und Standortfaktoren.
Moderation: Indra Spiecker gen. Döhmann |Universität zu Köln und Mitglied ESYS-Direktorium
Die Veranstaltung findet am 3. Dezember 2025 von 12:30 bis 13:30 Uhr via Zoom statt. Zur Anmeldung geht es hier.
Kölner Gespräche zum Informationsrecht: KI- und Digitalisierungsregulierung in Japan
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit laden wir Sie herzlich ein zum nächsten Vortrag der
Die Veranstaltung findet statt im Seminarraum 302 der Universität zu Köln, Sibille-Hartmann-Straße 2-8/Eingang C/2. OG, 50969 Köln. Plan nebst Wegbeschreibung finden Sie im Anhang.
Im Anschluss (ca. 19:30 Uhr) besteht die Möglichkeit zum informellen Gespräch mit dem Referenten bei einem kleinen Umtrunk.
Bitte reichen Sie die Einladung auch gerne an interessierte Personen weiter oder lassen Sie uns gerne potenzielle Interessent/innen für unseren Verteiler zukommen.
Die „Kölner Gespräche zum Informationsrecht“ richten sich an Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis. Sie bieten ein Forum für den Austausch über aktuelle Problemstellungen, aber auch Grundsatzfragen aus allen Bereichen des öffentlichen Informationsrechts. Einen Überblick über vergangene Veranstaltungen, auch zur Vorgängerveranstaltung an der Universität Frankfurt, finden Sie unter https://spiecker.jura.uni-koeln.de/koelner-gespraeche-zum-informationsrecht.
Die Veranstaltung ist als Fortbildungsveranstaltung gemäß § 15 FAO geeignet; entsprechende Teilnahmebescheinigungen werden auf Wunsch ausgestellt. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Wir freuen uns darauf, Sie am zu Vortrag und Diskussion zu begrüßen; sehr gerne nehmen wir Ihre Anmeldungen unter veranstaltungen-lehrstuhlspieckeruni-koeln.de entgegen; Sie können aber auch gerne spontan kommen.
Buchbeitrag: "Die Möglichkeiten des Einsatzes von Multi-Party-Computation beim Datenaustausch zwischen Sicherheitsbehörden als Grundlage der Qualitätssicherung von KI-Anwendungen"
Prof. Spiecker und Dirk Müllmann, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl, haben einen Beitrag für den Sammelband „Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf die zukünftige Polizeiarbeit“ verfasst. Der Beitrag untersucht, wie Multi-Party-Computation (MPC) als datenschutzfreundliche Technik genutzt werden kann, um Daten verschiedener Sicherheitsbehörden abzugleichen, ohne während des Abgleichs identifizierbare Informationen offenzulegen. Außerdem werden die technischen und praktischen Herausforderungen des Verfahrens beschrieben.
Der Sammelband selbst bietet einen interdisziplinären Überblick über die Rolle von KI in der Polizeiarbeit. Er behandelt u. a. den Einsatz von KI bei der Analyse großer Textmengen, der Auswertung von Bild- und Videodaten und der Untersuchung komplexer Kommunikationsstrukturen. Zugleich werden Risiken thematisiert, etwa der zunehmende Einsatz von KI durch Täter*innen. Der Band basiert auf Beiträgen eines Symposiums im Rahmen des Europäischen Polizeikongresses.
Prof. Indra Spiecker im Interview zur KI-Gesichtserkennung
Im Rahmen eines Radio-Beitrags des Deutschlandfunks zum Thema „KI-Gesichtserkennung – Das Ende der Anonymität in Deutschland?“ wurde Prof. Indra Spiecker interviewt.
Anlass des Beitrags ist der aktuelle Pilotversuch der automatischen Gesichtserkennung am Hauptbahnhof Frankfurt am Main, nachdem ähnliche Projekte bereits in Mainz und Berlin erprobt wurden. Die Bundesregierung plant, die gesetzlichen Grundlagen so zu erweitern, dass ein flächendeckender Einsatz solcher Systeme in Deutschland möglich wird.
Prof. Spiecker erläutert im Interview die Eingriffsintensität der Maßnahmen, deren Rechtsgrundlagen sowie Konkretisierungserfordernisse bei der Risikofeststellung.